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Podcast der Predigten aus der Bekennenden evangelischen Gemeinde Hannover ---- Prediger: Dr. Wolfgang Nestvogel. Das Archiv befindet sich auf www.bibeltage.de
Diskussion rund um die ART und die Grundlagen reformatorischer Theologie (aktualisiert am 2. November)
 

ART verbreitet erneut ihre Darstellung

Erneut hat die ART in größerer Auflage ihre schon bekannte Darstellung der Kontroverse verbreitet. Dies geschah durch einen Rundbrief an den bisherigen Freundes- und Förderkreis und über die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Bekennende Kirche“ (Nr. 42).  Dabei werden größtenteils die bisher schon bekannten Behauptungen wiederholt, so daß wir uns darauf beschränken können, auf unsere bisherigen Stellungnahmen zu verweisen.

Lediglich auf ein Detail sei hier eingegangen. In BK 42 (S. 39) heißt es:

Prof. Dr. Jochem Douma, der damalige Vorsitzende des Stiftungsrates,  wies lediglich im August 2005 in einem persönlichen Gespräch Dr. Nestvogel darauf hin, daß der Dispensationalismus nicht der Darstellung der Lehre der ART entspricht: Er stehe nicht in Übereinstimmung mit den Bekenntnissen, wie sie in der Verfassung der ART niedergelegt seien. Dieses akzeptierte Dr. Nestvogel seinerzeit.

 Richtig ist, daß im Jahr 2005 ein Gespräch zwischen  Douma und Nestvogel stattgefunden hat. Darin haben beide kurz auf ihre unterschiedlichen Auffassungen zu diesem Thema hingewiesen und man war sich darin einig, die Frage nicht zu einem Streitpunkt werden zu lassen.

Es war jedoch keineswegs davon die Rede, daß der Dispensationalismus nicht der Lehre der ART entspreche oder gar in Spannung zu ihrer Verfassung stehe. Diese Behauptung hätte Nestvogel im Jahr 2005 genauso wenig akzeptiert wie 5 Jahre später.

(Nota bene: Die Gesprächsnotiz, auf die der Stiftungsrat sich jetzt beruft, wurde von Douma erst fünf Jahre nach dem Gespräch im Jahr 2010 angefertigt.)

Ein Vortrag aus dem Jahr 2002

Die Diskussion über den „reformatorischen Konsens“, mit der Nestvogel angeblich die Grundlagen der ART verändern wollte, hat eine Vorgeschichte. Bereits am 5. Oktober 2002 (!) sprach er in einem öffentlichen Vortrag über die Gemeinsamkeiten zwischen der ART und anderen bibeltreuen Evangelikalen. Sein Thema: „Die Krise des Evangelikalismus – Ursachen und Auswege.“ Dabei handelte es sich um den akademischen Festvortrag zur Eröffnung des Wintersemesters 2002/2003.

Während der Referent die Auflösungserscheinungen des Neo-Evangelikalismus kritisierte, stellte er die ART als einen Teil der bibeltreuen evangelikalen Bewegung dar:

„Ehrliche Krisenhilfe geschieht nicht aus sicherer Distanz. Schließlich sind wir, die ART und ihr Umfeld, im weitesten Sinne selbst ein Teil der evangelikalen Bewegung. Wir gehen unserem Thema nicht als Zuschauer, sondern als Mitspieler auf den Grund. Wir fragen nicht nur aus akademischem Interesse, auch wenn es sich heute formal um einen akademischen Anlaß handelt – sondern aus geistlicher Sorge und Mitverantwortung.“

Damals wurden Nestvogels programmatische Ausführungen (siehe auch die Handlungsperspektiven unter Punkt 3.) mit Zustimmung aufgenommen. Kein Beobachter aus den Gremien oder dem Umfeld der ART äußerte auch nur ansatzweise Kritik oder zeigte eine irritierte Reaktion. Ein Mitschnitt des Vortrags wurde über das Sekretariat der Akademie verbreitet.

Seitdem hat der Vortragende seine Position nicht verändert, sondern mehrfach bekräftigt. Umso erstaunlicher war die Reaktion, die einige ART-Verantwortliche sieben Jahre danach zeigten. Jetzt wollte die – inzwischen veränderte – Mehrheit des Stiftungsrates die Akademie nicht mehr als Teil der evangelikalen Bewegung verstehen.


Sieben Jahre danach

Der Vortrag aus dem Jahr 2002 formuliert bereits wesentliche Leitgedanken (vor allem unter Punkt 3.), die der Verfasser in seinem Aufsatz über den „reformatorischen Konsens“ dann im Jahr 2009 wieder aufgenommen hat. Warum der Vortrag seinerzeit Zustimmung fand, der Aufsatz sieben Jahre danach aber angeblich an die Grundfesten der ART rühren sollte, ist eine offene Frage.


Im August hatte der Stiftungsrat der ART eine neue Erklärung herausgegeben. Darin wurde, neben anderen Unterstellungen, folgender Eindruck erweckt: Nestvogel und die ihn unterstützenden Kuratoriumsmitglieder hätten schon seit Monaten im geheimen an einem Konzept für eine neue Akademie gearbeitet, um dann den Bruch mit der ART herbeizuführen. - Das ist definitiv nicht der Fall!

Statt sich gegenseitig mit theologischen Unterstellungen zu belegen, sollte man in dieser Situation vielmehr zu den theologischen Fragen zurückkehren, die jetzt aufrichtig diskutiert werden müssen. Warum sollte eine theologische Position, die davon ausgeht, daß es ein 1000-jähriges Reich und eine Zukunft für das Volk Israel gibt, keinen Platz im Rahmen der reformatorischen Theologie haben? (Das ist die Konsequenz des neuen ART-Papiers.)

Und: Wie wird die Diskussion um die 6-Tage-Schöpfung weitergehen? Ein niederländisches Mitglied des Stiftungsrates der ART, Professor Jochem Douma, äußerte sich am 14. August mit einem Kommentar dazu wie folgt:


Wolfgang Nestvogel hat sich mit dieser Position kritisch auseinandergesetzt und tritt dafür ein, den Schöpfungsbericht als zuverlässigen Bericht über wirkliches Geschehen zu verstehen:


Die ART in der Presse